Völkerrechtlicher Status des Kaspischen Meeres – Meer oder See?

In Verträgen zwischen Sowjetrussland bzw. der Sowjetunion mit dem Iran von 1921 und 1940 ist das Kaspische Meer als „geschlossenes“ Gewässer qualifiziert und die gemeinsame Nutzung seiner Ressourcen durch die Anrainer vereinbart worden. Diese Rechtsgrundlage ist nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als obsolet zu betrachten. Nunmehr grenzen fünf souveräne Staaten an das Meer. Deren unterschiedliche Interessen an dem Gewässer haben zur Folge, dass sie verschiedene Rechtspositionen zu seinem heutigen Status vertreten.
Das Projekt geht der Frage nach, welche Möglichkeiten das Regelungswerk des modernen Völkerrechts zur Lösung des Problems anbieten kann.