Motive und Begründungen der Entscheidung zu Berg-Karabach

Zu den offenen Konflikten im Kaukasus gehört die Frage der staatlichen Zugehörigkeit des Gebiets Berg-Karabach. Im Juli 1921 hatte das Kaukasusbüro der russischen Kommunisten entschieden, dass Berg-Karabach mit einem Autonomiestatus für die dort lebenden Armenier staatsrechtlich bei Aserbaidschan verbleibt. Die sehr knappe Begründung dazu, wie sie sich aus dem Sitzungsprotokoll ergibt, verweist auf die Erfordernisse des Friedens in der Region sowie auf die sozio-ökonomischen Bindungen Berg-Karabachs zum Umland und zu Aserbaidschan insgesamt.
Die Entscheidung des Kaukasusbüros hat zu keiner Befriedung geführt, sie ist bis heute hoch umstritten. Es gibt mittlerweile eine umfängliche Literatur, die sich mit den vermeintlich „wahren“ Hintergründen des Beschlusses von 1921 auseinandersetzt.
Mit dem Projekt soll ein Beitrag zur Klärung der Motive und Gründe für die Entscheidung geleistet werden. Dazu ist das Studium umfänglicher Archivmaterialien erforderlich.